KUNST im Willy-Brandt-Haus

Ausstellung
bis
Dauerausstellung

Ab sofort präsentieren wir die neue Ausstellungsreihe KUNST im Willy-Brandt-Haus. Damit wird die Stadt um einen Ort für die Begegnung mit Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts bereichert. Wie bei allen unseren Ausstellungen ist die Besichtigung kostenlos. Die erste Ausstellung gibt - sowohl vor Ort im Willy-Brandt-Haus als auch hier virtuell - einen Überblick über die Kunstsammlung des Hauses, deren Spektrum aus Werken von 1896 bis heute besteht. Das Thema Freiheit zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Auswahl.

 

Die Besichtigung der Ausstellung im Willy-Brandt-Haus ist nun möglich - Informationen zum Besuch finden Sie HIER. 

Die neue App fkwbh bietet für zu Hause sowie auch für den Besuch im Willy-Brandt-Haus einen Audioguide mit Bildern und Texten für Erwachsene und Kinder. Er liefert detaillierte Informationen über die Exponate der aktuellen Kunstausstellung, kann auf Deutsch und Englisch abgespielt und im Apple App Store und bei Google Play kostenlos heruntergeladen werden. 

Die Zusammenstellung der ausgewählten Werke aus über 100 Jahren soll der Auftakt sein zu vielfältigen Begegnungen mit bildender Kunst im Willy-Brandt-Haus. Künstlerische Positionen werden von jetzt an auch abseits der Sammlung konstant eine neue Rolle in unserem Programm spielen“, erklärt Mirja Linnekugel, Sammlungsleiterin Freundeskreis Willy-Brandt-Haus. 

KUNST im Willy-Brandt-Haus – ein Überblick

Im ersten Teil der Auftaktausstellung KUNST im Willy-Brandt-Haus sind Arbeiten der Klassischen Moderne zu sehen, die die Zeit der gesellschaftlichen Umbrüche in der Weimarer Republik thematisieren und später das Schicksal der Verfolgung und Vertreibung durch die Nationalsozialisten auch von Künstler*innen zeigen. Die Freiheit der Kunst und des Individuums ist auch im zweiten Teil der Ausstellung Thema, wenn das Spektrum der nonkonformen Kunst der DDR mit einigen Beispielen beleuchtet wird. Der Gedenktag zum 17. Juni 1953 und den Aufständen in der damaligen DDR sowie der 60. Jahrestag des Mauerbaus am 13. August 1961 bieten in diesem Jahr weiteren Anlass zurückzuschauen auf diesen Teil der deutschen Geschichte. Abschließend gibt es aktuellere Positionen zu betrachten: Sehr häufig begegnet den Besucher*innen hier Berlin - sei es als Motiv oder als Lebensmittelpunkt der Künstler*innen. Aber auch „Kunst aus Ostdeutschland“ lebt im wiedervereinigten Deutschland weiter, weil die Herkunft der Künstler*innen sowie ihre frühe Sozialisation auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen. 

Im Fokus: Roland Borchers

Der erste thematische Schwerpunkt der Reihe „KUNST im Willy-Brandt-Haus“ gilt dem Künstler Roland Borchers, dem in diesem Rahmen vor Ort im Willy-Brandt-Haus auch eine eigene Sonderausstellung im Haus gewidmet wird. Die Sammlung des Hauses verfügt über ein umfangreiches Konvolut aus verschiedenen Perioden der Arbeit von Roland Borchers. Die Sonderausstellung gibt erstmalig einen Einblick in diesen Bestand. 16 Gemälde, Zeichnungen und Grafiken aus der Zeit von 1984 bis 2014 bringen die Ideen- und Gedankenwelt des Künstlers näher. Roland Borchers wurde 1958 in Leipzig geboren und schloss seine künstlerische Ausbildung im Jahr des Mauerfalls ab. National und international bekannt wurde er vor allem durch seine Landschaften, die mit dem Gegensatz von Abstraktion und Gegenständlichkeit spielen und eine fast haptisch erfahrbare Farbigkeit aufweisen. Die Ausstellung zeigt unter anderem Grafiken, die noch zu Studienzeiten in der DDR entstanden sind, aber auch aktuellere Arbeiten von 2014, in denen sich Roland Borchers mit seiner Herkunft auseinandersetzt und auf Spurensuche begibt. Neben großformatigen, farbstarken Leinwänden treffen die Besucher*innen auch auf kleine, skizzenhafte Werke und werden auf eine Reise zu den geheimen Sehnsuchts-Orten des Künstlers mitgenommen.
 

Medienpartnerschaft: art-in-berlin.de