Identity by repetition

Ausstellung
bis
Marie Rief

Marie Rief arbeitet mit analogem Fotopapier, Zeichnungen, Laserdruck und Kopie. Ihre Werke bebildern Existenz und Fehler von Objekten - durch fortwährende Kopie werden Gegenstände in Frage gestellt: Was ist Original, was Kopie, wie nehmen wir Transformationsprozesse wahr? Ihre bildstarken Werke, die durch ständige Wiederholung eine neue Identität, eine neue Wirklichkeit schaffen, sind vom 15.9. - 27.11. in der Ausstellung „Identity by repetition“ im Willy-Brandt-Haus zu sehen.

„Mich interessiert der Spannungspunkt, wie sich Objekt und Fotografie bzw. Kopie eines Objektes zueinander verhalten. Meine Arbeit umfasst Fotoarbeiten, deren Negative von Hand gezeichnet sind, Reihen absichtlicher Fehlausdrucke, Kontaktabzüge von Laserdruck sowie Papierobjekte und -installationen“, sagt Marie Rief über ihre Werke. 

Für ihre Serien, die Laserdruck und Fotopapier miteinander vereinen, lässt sie zum Beispiel Druckerpatronen so lange drucken bis das Papier gänzlich weiß bleibt. Bedruckte Transparentpapiere sind ihre Negative, von ihnen entstehen analoge Abzüge auf Fotopapier.
 
Marie Rief wurde 1987 in Berlin geboren und studierte Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin. In dieser Zeit entwickelt sie ihre experimentelle und konzeptionelle Arbeit mit Fotomaterial, Zeichnung und Kopie. 

Marie Riefs Werke in der Ausstellung spielen auf die Bedeutung von Zufälligkeit im maschinellen Druckprozess an. Die Fotoarbeiten dokumentieren das Verlaufsbild der Erschöpfung der Patrone - wie auch das fließbandartige, repetitive Ab-arbeiten in der Dunkelkammer an den Abzügen. Der Betrachter kann das Objekt, das am Anfang der Vervielfältigung stand, im Verlauf der Serie nicht mehr erfassen. Die gewohnte, gelernte Wahrnehmung sucht nach Verbindungen und schafft so eine neue Wirklichkeit, eine neue Identität durch Wiederholung.
 

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

 

 

 

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