Why The Hell Not
Der amerikanische Künstler John Schuetz widmet sich in den Serien dieser Ausstellung dem klassischen Genre des Stilllebens – jedoch mit einer sehr persönlichen Handschrift. Alle Arbeiten entstanden ausschließlich in seiner eigenen Wohnung, die er in ein intimes Atelier verwandelt hat. Anstelle opulenter Symbolik setzt Schuetz auf die Feinheit des Lichts und subtile Farbnuancen. Der begrenzte Rahmen der Wohnung zwingt ihn, immer wieder neue Blickwinkel und Arrangements zu erfinden.
Alle Fotografien sind ausschließlich mit dem Smartphone entstanden. Damit betont Schuetz die Unmittelbarkeit und Verfügbarkeit des Mediums, ohne dabei auf künstlerische Präzision zu verzichten. Gleichzeitig stellt er einen bewussten Kontrast her: Während die digitale Technik unendliche Reproduzierbarkeit ermöglicht, druckt er jedes Motiv nur einmal physisch aus, was dem schnellen Konsum digitaler Bilder entgegensteht.
John Schuetz wurde 1944 in Hartford, Connecticut, USA, geboren. Er studierte Kunstgeschichte, Theaterwissenschaften, Geisteswissenschaften und Bildhauerei in den USA, in Berlin und Straßburg. 1971 zog er nach Berlin und begann, mit dem Medium Fotografie zu arbeiten. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, so zum Beispiel in
der Maerz-Ausstellung "BauHaus" 1988 oder in der Schau "Das XX. Jahrhundert - ein Jahrhundert der Kunst in Deutschland" in der Neuen Nationalgalerie und im Hamburger Bahnhof, Berlin. Seine Werke befinden sich u.a. in den Sammlungen der Berlinischen Galerie und Neuen Berliner Kunstvereins.
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